Google Wave, Pip.Io … Digital Communication

Kommunikation ist nicht mehr nur das einfache Telefonat, die simple E-Mail oder eine MMS. Google Wave, Pip.io versuchen den Ansatz von digitaler Kommunkation auf einem “Protokoll” zu beschränken. Einkommende E-Mails werden abgelegt, können wieder veröffentlicht werden. Dateien werden für Gruppen oder Personen freigegeben. Lokalisierungsdienstse können den derzeitigen Aufenthaltsort bestimmen. Kunde können vorab in Projekte involviert werden indem man einen Zugang freischaltet und Daten, Filme, Bilder, Besprechungen freigibt.

Channel’s können für einzelne Projekte erstellt und immer wieder zurück verfolgt werden. Der Ansatz, eine einzelne Schnittstelle zu nutzen ist genial. Aber in meinen Augen überfordert es Führungs- und Teamebenen auf mehr als nur eine Stufe. Richtig angewandt, können solche Plattformen extrem hilfreich sein und in Zukunft ein Erfolgsfaktor für schnelle, gut ausgeführte und gelungene Projekte. Aber in falschen Händen kann es auch schnell zu einer Dunstwolke werden, die dieses Hilfsmittel wieder in die Ecke katapultieren weil deren Verantwortliche mit dem Medium nicht kommunizieren können oder wollen.

Ist die E-Mail nicht ein schon längst veraltetes Medium um schnelle Unternehmenskommunikation. Eine E-Mail ist zwar schön und gut um einmalige Informationen auszutauschen, aber nicht um Projekte zu planen oder gar im Dunst des E-Mail Clients diverse Unterhaltungen zu führen. Zumeist werden diese nach geraumer Zeit nicht mehr aufgefunden, vergessen oder vergraben.

Kommunikationsmittel wie Bug – Tracking Systeme z.b. Mantis oder dessen Verwandtschaft, wird für Fehlerfindung verwendet. Eine Protokollierung der einzelnen Elemente und Steps die Fehler verursachen. Das Entwickler Team kann diese dann abarbeiten und entsprechende Makierungen setzen. Was jedoch wieder nur eine spezielle Art und Weise ist. Keine direkte Kommunikation untereinander. Schwer verteilbare Informationen zu Einzelheiten oder Unterstützung durch Bilder etc.. Instant Messangersysteme wie Jabber, Yahoo, XMPP bieten auch nur einen relativ geringen Spielraum um persistente Nachverfolgung anzustreben. Keine Speicherung der Daten auf dauer und nur für schnelle, kurz gehaltene Kommunikation gedacht. CRM – Systeme sind auf den Kunden angepasst und dienen nicht der internen Projektverteilung etc. CMS – Systeme sind für den Content, den reinen Inhalt des Unternehmens verantwortlich.

Alles aus einem Hut will Google Wave bieten. Kommunikation mit Teams, Channels zur Verarbeitung von Problemen, Step by Step Message Protokollierungen. Angehängte Bilder o. Videos zur Visualisierung. Interne Kommunikation, Abteilungsübergreifend. Übersichtlichkeit in Datenpersistenz und Zugängen. Kontrollierbare Vorgänge, sobald diese im System erfasst werden.

PIP.IO … Google Wave für Arme? … Nein ich glaube nicht, aber für Unternehmen auch nicht gedacht. Was will ich unter Applications mit YouTube. Ich glaube der Nutzen von YouTube für unternehmerische Wichtigkeiten ist zu gering als dass diese Plattform expliziert gelistet gehört. PIP.IO ist für mich ein nettes Spielzeug. Ähndelt dem Twitter- Beispiel und zeigt schön die Möglichkeiten Asynchroner Technologien des Web 2.0. Ebenso gehört Facebook auch nicht zu einem Businessprotal mit dem man ernsthaft arbeiten möchte.

Google hat heute seinen Wave- Server, auf Java basierend veröffentlicht. Somit ist für die interne Kommunkation gesorgt. Man muss den Service nicht über Google gehostete Server nutzen sondern kann einen eigenen Collaboration Netz aufsetzten der für interne Kommunikation genutzt werden kann.

Wave ist eine Server-Software, die Funktionen gleich einer Reihe von Kommunikations- und Kollaborationsdiensten vereint. Benutzer führen darin zum Beispiel Konversationen, die asynchron wie E-Mail oder synchron wie Chats verlaufen.

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