Twitter wird von Jugendlichen nicht genutzt
Posted Juli 14th, 2009 by lyrixxBei den meisten meiner Mitmenschen, deren Realität sich nicht im Internet nachverfolgen lässt werde ich oft vor Fragen gestellt wie: “Warum nutzt du Twitter?” oder auch “Wozu nutzt du Twitter, muss jeder erfahren was du gerade machst?”. Für mich ist Twitter mitlerweile ein ganz normaler Dienst geworden den ich dazu nutze um Menschen auf mich oder meine Tätigkeiten aufmerksam zu machen. Um im Web 2.0 und Enterprise 2.0 Umfeld neue Menschen und Ideen finden. Allein die Kreativregion, die leider zum letzten mal heute ihren Kaffetalk macht hätte ich ohne Twitter nie gefunden. Es ist ein Dienst der Menschen näher zusammen bringen kann und das mit nur 140 Zeichen.
Jetzt wird trubel um ein Bericht gemach, den ein 15 jähriger Praktikant verfasst hatte. Das Schüler keinen Bock haben in die Zeitung zu schauen ist für micht nichts neues, denn ich schau mir auch keine Zeitung an. Alles was an Nachrichten drin steht hab ich schon vor 1 oder 2 Tagen im Netz gelesen und sind für mich alte Informationen, somit wieder unbedeutend geworden. Einen Fernseher hab ich jetzt seit knapp 1.5 Jahren nicht mehr, weil die Volksverblödung durch Talk- Richter- und Kochshows ihren Höhepunkt erreicht haben. Neben Teletubbis und all zu geistreichen Sendungen von GZSZ oder sonstigen Telenovelas kommt noch der Werbeblock hinzu und sogar der ist auf einem Niveau produziert, dass man den letzten Hirnakrobaten ansprechen kann.
Im Web ist man ein gewisses Neutrum unter vielen zig – tausend – millionen anderen und kann seiner Wut, Gedankenflut und Ideenreichtum Freiheit veschaffen und dank halbwegs anspruchsvoller Kommunkationsaspekte ist nicht jeder Einzeller diesem Medium zugänglich. Und so sehe ich Twitter zur Zeit. Es dient dem Technik versierten Individuum dem es möglich ist in 140 Zeichen viel Information preis zu geben und damit sogar noch eine relativ große Zuschauerzahl anspricht. Natürlich ist ziemlich viel Schwachsinn dabei oder man hat mal den ein oder anderen launischen Tag aber im großen und ganzen taucht man in eine Welt ein, deren Nachrichtenvielfalt riesig ist.
Ich find es herrlich wenn Manager auf einmal das Internet, das große fremde Wesen hinter der Röhre dass sie jeden Tag bedienen um Informationen zu sammeln erneut entdecken. Social Communities das Manger belächeln oder Twitter das als Spielerei wahrgenommen wird.
Die anekdotische Evidenz des 15jährigen Morgan Stanley-Praktikanten Matthew Robson zum Medienverhalten seiner Generation begeistert Fondsmanager und FT: “ungeheure Klarheit” über die Digital Natives, endlich. Leider ist sie ziemlich frustrierend.
So jetzt bin ich erstmal fertig mitm feststellen.
Tags: Enterprise2.0, Fondsmanager, Manager, Morgan Stanley, Praktikant, Web2.0
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