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Wenn ein Wochenende zur Arbeitsschicht wird…

Für manche dürfte das ganz normal sein, mal ein Wochenende arbeiten zu dürfen. Ich finde es ab und an auch amüsant, da mich meine Arbeit nicht nervt sondern motiviert. Ich bastel gerne an den verschienen Projekten und auch, so unglaubwürdig wie es klingen mag sitz ich daheim noch viele Stunden am Schreibtisch vor der Kiste. Somit würde ich sagen komme ich am Tag auf gute 16h vorm PC gehangel und fühle mich dennoch nicht kaputt. Man ist zwar geistig total im Arsch aber das Gefühl was erreicht zu haben. Automatismen bestimmen das Leben, somit ist auch der Mensch sehr an sein automatisch ablaufendes fast schon gar wiederholendes Leben gewohnt. Jeden Morgen der Kaffe, eine kleine Brotzeit und ab gehts.

In der Technik und Entwicklung die mein so bescheidenes Leben prägt ist es auch nicht anders. Morgens raus, zur Zeit ist es 6:50 in der mein Wecker meint zu brüllen. Um 7:20 quäl ich mich dann mehr oder weniger doch mal aus dem Bett und um kurz nach 7:35 ist man dann mal auf Arbeit. Kaum hat man die Räumlichkeiten erreicht fühlt man sich wie zu Hause, da wir sehr viel Zeit hier investieren.

Es ist zwar super wenn man sein Hobby zum Beruf macht, nur ist es genauso anstrengend unterscheiden zu können wann damit Schluss ist, wann sich der Tag für einen selbst und für die Firma gelohnt hat, denn man sollte sich nicht gleich aufarbeiten. Die Kreativität ist zwar an manchen Tagen recht bäh und nicht grad explodierendem Fortschritt geprägt aber man macht halt mal.

So, langsam kommen wir auch zu meinem letzten Wochenende… kurz meinen Vater in Untersteinach am Musikvereinshaus besucht der irgendwo auf einem Gerüst krackselnd ein paar Rohre gewechselt hatte, und auch schon die ersten Regentropfen mir das Gespräch versauten. Also ab zurück ins Auto und ab auf die Arbeit. Fast zeitgleich bin ich mit Frank gekommen, wir hatten uns weder abgesprochen noch geschrieben, schon sehr seltsam naja ab an den Schreibtisch und schon war es ein Tag wie viele andere.. mit dem einzigen Unterschied, es nervt niemand. Keine Besuche von Mitarbeitern etc. man konnte in aller Ruhe vor sich hinarbeiten und so manchen Fortschritt erzielen der seit Wochen ausblieb da immer was dazwischen kam. Arbeitsbegin 15:00

Als wir endgültig zu Dritt das ganze Haus unter beschlag genommen hatten, gab es natürlich nichts besseres als eine saftige Familienpizza vom örtlichen Lieferservice der irgendwann auch vorm Tor stand. Somit hatten wir die erste Pause um 18:30. Der Fortschritt ist kaum zu bremsen, nach nur paar Stunden hatten die Verbindungen zwischen RMI/IIOP EJB3 und Glassfisch – für viele waren das grad Hyroglyphen der feinsten Sorte – miteinander kommuniziert, das einzige was extrem störend ist, sind die schwächelnden Rechner mit denen man sich abgeben muss. Ich hätte gerne in einer virtuellen Umgebung gearbeitet, unter einem Unix System und alles direkt live getestet, somit konnte ich leider nur “Demo” – Werte nutzen. Um ca. 23:00 bekamen wir den ersehnten Anruf aus München dass die Umstellung so weit fortgeschritten war, dass wir endlich wieder auf die Server zugreifen konnten. Konfigurierend und gar in dem von uns noch möglichen Tempo einer altersschwachen Schildkröte konnten wir um ca. 3:00 die Klappe schließen. Alles lief soweit und wir konnten zum Glück weitere Projekte vorantreiben.

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