Rock im Park Teil 3

Bin ich taub geworden ?!? So schlimm war doch PAIN an und für sich gar nicht, aber irgendwie hat sich doch so einiges getan. Die Areas unter freiem Himmel kamen einen sehr leise vor, und auch die Beschwerden rund um das Festivalgelände nahmen zu. Was zu Hölle soll das ?!?  Auch von John kam die Anmerkung das es eine richtige Frechheit sei, Guano Apes die seit 6 Jahren ihre Debut auf Rock im Park hinlegten waren kaum zu verstehen. Scheiss Höhen und auch ein verdammt bescheidene Mitteltonlage machten es zu einem Unding. Der Bass kam auch nicht so rüber wie gewohnt meinte John. Ich, der zum ersten mal bei Rock im Park anwesend war und sich langsam aber sicher unter de Mittagssonne braten lies fand die “Hintergrundbeschallung” gar net mal so verkehrt, aber für ein Rock Festival doch schon schwach.

Nach ein paar Stunden des Umhertrottens und der “ach so günstigen” Verpflegung ging es spontan auf Richtung Zeltplatz nachdem die CenterStage auf ganzer Linie versagt hat, da könnten die Bands nicht zu. Unter anderem:

Billy Talent
Guano Apes
The Subways
The All American Rejects

Nachdem wir endlich wieder am Zeltplatz angekommen waren, konnte auch mir etwas zu essen gönnen… eine Raviolidose später – ach ja es gab nur Ravioli am Wochenende – gammelte ich mit Benni am Zeltplatz. So gegen 18:00 Uhr haten wir uns überlegt ob wir nicht doch mal einkaufen wollen um mal etwas andere zwischen die Zähne zu bekommen. Nachdem wir gründlichst darüber nachdegacht haben, war es 10 vor 20:00 und es hätte sich nicht mehr wirklich gelohnt wenn uns zu der Zeit nicht grad der Enthusiasmus gepackt hätte. Aufgesprungen von unseren Stühlen unter dem Zaun hindurchgequetscht ging es auf richtung Stadt. Als wir an einem SushiRestaurant links abbogen sah man ein paar Fahnen mit Nettoaufschrift, was für “Kleinstädter” so viel bedeuten mag wie: “Achtung, hier gibs nen Netto in der Nähe bzw. direkt am Parkplatzende”. Aber nein nicht in Nürnberg, bauen zwischen Parkplatz und Netto erst noch 2-3 Gebäude damit man ja noch 10Minuten suchen muss bevor es darum geht, dass man 5nach Acht nichts mehr zu essen bekommt weil der Laden zuhatte.

Nachdem wir mitlerweile gute 45Minuten in Nürnberg mit einem Trotttritt durch die Gegend stiefelten fielen uns die ganzen Gebäude auf, die sich ähndeltem. An einem zerschlagenen Fiat irgendwas vorbei, bei dem lediglich die Heckscheibe überlebt hatte ging es in einen Hinterhof in dem ein mit Basserfülltes Auto stand. Entweder dieser jener welcher der dort stand war der örtliche Drogenkurrier für Mohammed oder ein gelangweilter Jugendlicher.

Ok, wir standen wieder vor einem verschossenen Discounter der vor mitlerweile 25Minuten seine Türen verschlossen hatte.  Achja, zurück zu den Gebäuden. Es waren alles mal Kasernen wie wir auf einer tollen Infotafel und der Bushaltestelle bemerkt haben.

Auf unserem Heimweg viel uns eine Shell ins Auge in der man vllt. etwas Nahrhaftes finden konnte, aber auch dort blieb uns nur die Wahl zwischen Fertigpizza, Plastikbier und Wiener im Glas. Wobei wir uns anschließend für die Wiener im Glas entschieden und wieder zurück zum Zeldplatz watschelten.

Den Grill in Position gebracht und angezündet konnten wir uns wärmen bei einem richtig beschissenen Wetter, nasskalt und das zu einem Festival ach naja was solls muss man durch. Nachdem die ersten Wiener “gar” waren und die Aufbackbrötchen ebenso durch gab es wieder was frisches zu essen und für die Nacht lobten wir den kleinen Einweggrill als Feuerstelle für uns. Der Alkohol tat unter anderem den Rest und wärmte von innen.

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