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Archive for "Feb 24 2009"

DAF – Deutsches Anleger Fernsehen

roubiniStarökonom Prof. Nouriel Roubini im Deutschen Anleger Fernsehen:
“Die Rezession ist global.” +++ “Die Banken übernehmen, sie verstaatlichen,
reinigen und wieder privatisieren ” +++ “Es gibt Hoffnung für die
globale Wirtschaft” +++ “Mittelfristig bin ich bullish und
optimistisch eingestellt.+++”Gehen Sie auf Nummer sicher: Cash is
King! Sichere Staatsanleihen sind momentan das Richtige.”

In einer Sondersendung des Deutschen Anleger Fernsehens nahm der
Starökonom Prof. Nouriel Roubini ausführlich zur  weltweiten
Konjunkturentwicklung Stellung. Seine Prognose für das Jahr 2009 ist
pessimistisch: “Die Finanzkrise wird schlimmer, die Kreditklemme, die
Börsen fallen, viele Banken in den USA und anderen Ländern sind
insolvent. 2009 wird ein schlimmes Jahr für die globale Wirtschaft
werden.” Roubini fordert weltweit abgestimmte Lösungsansätze. Zugleich
sieht er bei einem effektiven und weltweit koordinierten
Krisenmanagement die Chance auf Erholung “vielleicht irgendwann Mitte
nächsten Jahres”.

Im Interview mit dem DAF fordert der Ökonom weiter gehende
Konjunkturprogramme, die bisherigen Maßnahmen seien nicht ausreichend.
Zudem fordert er eine aggressivere Geldpolitik, besonders in Europa:
“Der Leitzins sollte bei Null liegen. … Zudem würde ich in den
Ländern weitere Konjunkturpakete verabschieden. Die Regierung muss an
der Infrastruktur arbeiten, Steuern senken, Fördermittel für Arme und
Arbeitslose zur Verfügung stellen. Ich würde die Banken aggressiver
säubern, und die insolventen Banken übernehmen und verstaatlichen. Und
den anderen Liquidität zur Verfügung stellen. Und als letztes muss das
Problem mit den insolventen Hausbesitzern und Firmen gelöst werden.”
Alle Maßnahmen müssten auf eine “schlüssige, beständige, glaubhafte
und koordinierte Art” weltweit umgesetzt werden. Zugleich warnt er,
dass sonst eine Depression drohe, “die viele Jahre anhalten könnte”.

Nicht allen US-Banken solle die gleiche Hilfe entgegengebracht
werden:  ”Um gerettet zu werden, müssen wir selektieren und die guten
von den schlechten Äpfeln trennen. Wir müssen herausfinden welche
Banken die Liquidität und das Kapital brauchen um gerettet werden.
Welche Banken für einige Zeit verstaatlicht werden sollen. … Keine
Regierung sollte langfristig eine Bank besitzen.”

Wenn die entsprechenden Lösungsansätze, weltweit abgestimmt, in den
Bereichen von Geldpolitik, Konjunkturprogrammen und Bank wirkungsvoll
eingesetzt würden, gäbe es langfristig eine Entspannung. “Diese
Erholung wird allerdings nicht mehr in diesem Jahr eintreten,
vielleicht irgendwann Mitte nächsten Jahres. Aber alle müssen das
Richtige zusammen tun.” Zugleich unterstrich Roubini: “Wir sitzen in
einem Boot. Die Programme müssen koordiniert werden.”

Auf die Frage, ob es Hoffnung gäbe die Krise zu bewältigen, äußerte
sich Roubini gegenüber dem Deutschen Anleger Fernsehen positiv:
“Mittelfristig bin ich bullish und optimistisch eingestellt. Ich
glaube die Integration von China, Indien und der Emerging Markets in
die Weltwirtschaft, ist gut für die globale Wirtschaft. Aber momentan
gibt es viele Probleme. Wir müssen das gemeinsam wieder hinbekommen.
Wenn das klappt, gibt es Licht am Ende des Tunnels. Wenn wir das nicht
tun, enden wir in einer Depression. Ob es gut ausgeht oder nicht,
liegt an den richtigen Maßnahmen.”

Roubini prognostiziert für die nächste Zeit weiter fallende Kurse:
“Die Aktienmärkte in den USA und anderen Ländern werden noch weiter
fallen – und das trotz des niedrigen Levels auf dem wir schon sind.”
Dem Anleger riet der Starökonom kurzfristig ein Investment in
Staatsanleihen, die kein Kreditrisiko bergen: “Wenn man zurück auf
Anteilskapital geht ist das riskant. Vielleicht sieht es Ende des
Jahres besser aus – Heute nicht!  Gehen Sie auf Nummer sicher: Cash is
King! Sichere Staatsanleihen sind momentan das Richtige.”

Über das Deutsche Anleger Fernsehen:
Das Deutsche Anleger Fernsehen ist seit August 2006 unter der
Internetadresse www.anleger-fernsehen.de frei zu empfangen. Außerdem i
st das Programm in Deutschlands größte Finanzportale Onvista,
Finanztreff, Wallstreet-Online und Aktiencheck integriert.
Seit Dezember 2007 sendet das DAF auch über Astra digital und in diversen
Kabelnetzen. DAF berichtet börsentäglich 11 Stunden live aus den
Studios in Kulmbach sowie von der Deutschen Börse in Frankfurt und der
New York Stock Exchange (NYSE). Seit Januar 2009 berichtet das DAF für den
Nachrichtensender N24 von den Börsen in Frankfurt und New York.

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